Grundwasser

Um herauszufinden, wie sich das Grundwasser bewegt und wie es auf unterschiedliche äußere Einflüsse reagiert, ist es wichtig, die Grundwasserstände zu messen und zu dokumentieren.

Grundwasserstände

Grundwasserspiegel werden für gewöhnlich in extra dafür angelegten Grundwassermessbrunnen gemessen. Die einfachste Form der Grundwassermessung ist das optische Kabellichtlot. An einem Maßband befindet sich eine Elektrode, die von einer Kabelrolle langsam in den entsprechenden Brunnen hinabgelassen wird. Sobald die Elektrode, die den Nullpunkt des Maßbandes darstellt, die Wasseroberfläche berührt, fließt Strom und eine Signallampe an der Kabeltrommel leuchtet auf. Anschließend muss nur noch die Höhe an der Geländeoberkante abgelesen werden. Der aktuelle Grundwasserstand bezieht sich dann auf die Geländeoberkante.

Für eine kontinuierliche Messung der Grundwasserstände gibt es verschiedene fest im Messbrunnen installierte Messgeräte. Dabei wird zwischen Floatern und Drucksonden unterschieden.  Der Floater hängt im Brunnenrohr und ist über ein Schwimmerseil mit dem Schwimmer und einem Gegengewicht verbunden. Der Schwimmer schwimmt stets an der Wasseroberfläche. Steigt bzw. fällt der Wasserstand, wird ein sogenanntes Schwimmerrad im Floaterbewegt, das den Wasserstand misst und die Daten speichert.

Die THL misst im Hochschulstadtteil Grundwasserstände mit einer Drucksonde. Die Drucksonde hängt stets unterhalb der Wasseroberfläche. Gemessen wird nur der Druck der Wassersäule über der Drucksonde. Bei steigendem bzw. fallendem Wasserstand, steigt bzw. fällt auch der auf die Sonde wirkende Druck. Mit Kenntnis der Geländehöhe , der Tiefe, in der die Drucksonde hängt, und des Luftdruckes zur Korrektur lässt sich der Grundwasserstand einfach berechnen.

Grundwasserfließrichtung

Mit Hilfe von drei Beobachtungsbrunnen lässt sich ein hydrologisches Dreieck erstellen. Dieses stellt im kleinen Rahmen die Fließrichtung des Grundwassers dar. Ein größeres Netz von Messpunkten ermöglicht es, eine sogenannte Grundwassergleichenplan zu erstellen. Die Linien, die durch das Verbinden von Punkten gleichen Grundwasserspegels erhält, nennt man Grundwassergleichen. Die Richtung der Grundwasserbewegung lässt sich als Senkrechte zur Grundwassergleichen bestimmen und darstellen. Hierfür werden die punktuellen Messdaten interpoliert und in eine Karte eingetragen. Eine Grundwassergleichenplan stellt bei freiem Grundwasser die Höhenlage des Grundwasserspiegels und bei gespanntem Grundwasser die Druckspiegelhöhen (piezometrische Oberfläche) dar.

Link zu den Daten: https://openmeteo.org/stations/1437/

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